Oppenheimer

In „Oppenheimer“ zeichnet Christopher Nolan die Lebensgeschichte von J. Robert Oppenheimer nach, dem Mann hinter der Atombombe. Der Film zeigt Oppenheimers akademische Anfänge, seine revolutionäre Arbeit an der Quantenphysik und seine zentrale Rolle im Manhattan-Projekt. Cillian Murphy liefert in der Hauptrolle eine beeindruckende Leistung ab, unterstützt von Emily Blunt und Robert Downey Jr., die als Kitty Oppenheimer und Lewis Strauss wichtige Figuren in Oppenheimers Leben darstellen.

Oppenheimer
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Cillian Murphy, Emily Blunt, Matt Damon (Schauspieler)
  • Christopher Nolan (Regisseur) - Christopher Nolan (Autor) - Christopher Nolan (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Der Film thematisiert auch die ethischen und politischen Herausforderungen, denen Oppenheimer gegenüberstand. Die dramatischen Ereignisse, wie die Entscheidung zur Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki und die anschließenden moralischen Dilemmata, stehen im Mittelpunkt. Neben den historischen Fakten bietet der Film intensive Einblicke in Oppenheimers persönliche Kämpfe und seine Beziehungen. Was bleibt von einem Mann, der eine Waffe erschaffen hat, die die Welt für immer verändert hat?

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der Historienfilm „Oppenheimer“ von Christopher Nolan aus dem Jahr 2023 erzählt die Lebensgeschichte von J. Robert Oppenheimer, dem „Vater der Atombombe“. Nolan schrieb das Drehbuch und führte Regie, während die Produktion von ihm selbst, Charles Roven und Emma Thomas übernommen wurde. Die Filmmusik komponierte Ludwig Göransson, Hoyte van Hoytema übernahm die Kameraarbeit und Jennifer Lame den Schnitt. In den Hauptrollen spielen Cillian Murphy als J. Robert Oppenheimer, Emily Blunt als Kitty Oppenheimer, Matt Damon als Leslie R. Groves und Robert Downey Jr. als Lewis Strauss. Weitere Darsteller sind Florence Pugh als Jean Tatlock, Josh Hartnett als Ernest Lawrence, Casey Affleck als Boris Pash, Rami Malek als David L. Hill und Kenneth Branagh als Niels Bohr. Der Film dauert 180 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben.

„Oppenheimer“ feierte seine Weltpremiere am 11. Juli 2023 in Paris und startete am 20. Juli 2023 in den deutschen Kinos. Bei der Oscarverleihung 2024 erhielt der Film sieben Auszeichnungen, darunter Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller. Drehorte waren unter anderem das Institute for Advanced Study in Princeton und verschiedene Orte in Kalifornien. Der Film erzielte weltweit Einnahmen von über 960 Millionen US-Dollar und steht damit auf Platz 63 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. In Deutschland verzeichnete er bisher rund 4,1 Millionen Besucher und Einnahmen von etwa 47 Millionen Euro.

Handlung und Story vom Film „Oppenheimer“

Der Film „Oppenheimer“ erzählt die Geschichte von Robert Oppenheimer, dem wissenschaftlichen Leiter des Manhattan-Projekts, in nicht linearer Form. 1926 studiert der 22-jährige Physiker am Cavendish-Laboratorium der Universität Cambridge. Trotz seines brillanten Verstandes hat er kaum Freunde. Er erwägt sogar, einem Dozenten einen vergifteten Apfel zu geben. Gastprofessor Niels Bohr rät ihm, nach Göttingen zu gehen, wo er in der Quantenmechanik forscht und Freundschaften mit Isidor Isaac Rabi und Werner Heisenberg schließt. Zurück in den USA, lehrt er an der University of California und macht Quantenphysik bekannter.

Oppenheimer lernt zwei bedeutende Frauen kennen: die Psychiaterin Jean Tatlock und die Biologin Kitty Harrison, die er 1940 heiratet. Während des Zweiten Weltkriegs kontaktiert US-General Leslie R. Groves ihn, um das Manhattan-Projekt zu leiten. In Los Alamos arbeiten Wissenschaftler wie Richard Feynman und Hans Bethe an der Atombombe. Sein Bruder Frank darf wegen kommunistischer Verbindungen nicht teilnehmen. Kurz vor Fertigstellung der Bombe unterstützt Frank schließlich seinen Bruder. Oppenheimer wird von der Arbeit stark beansprucht, was zur Tragödie führt, als sich Tatlock das Leben nimmt.

Nachwirkungen und Politische Intrigen

Nach dem erfolgreichen Trinity-Test und den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki hat Oppenheimer Schuldgefühle. Er teilt diese Bedenken Politikern mit, aber trifft auf taube Ohren. Präsident Truman lobt ihn zunächst, tadelt ihn jedoch wegen seiner Schuldgefühle. In den Nachkriegsjahren ist Oppenheimer einflussreich und setzt sich gegen den Bau der Wasserstoffbombe ein. 1954 verweigert ein Ausschuss ihm eine Sicherheitsfreigabe. Ihm werden seine Verbindungen zu Kommunisten vorgeworfen. Einige frühere Kollegen distanzieren sich von ihm, und schließlich verliert er die Freigabe mit zwei zu eins Stimmen.

Lewis Strauss, ehemaliger Leiter der Atomenergiekommission, gibt später zu, dass er gegen Oppenheimer intrigiert hat. Seine Racheaktionen führen 1959 dazu, dass ihm die Bestätigung als Handelsminister verweigert wird. Oppenheimer verliert nach 1954 seinen politischen Einfluss und kehrt in die Forschung zurück. 1963 erhält er den Enrico-Fermi-Preis und wird politisch rehabilitiert. In den letzten Szenen reflektiert er mit Albert Einstein über die Möglichkeit einer nuklearen Kettenreaktion, die die Welt zerstören könnte. Gequält von dieser Vision bleibt Oppenheimer mit der Last seiner Taten zurück.

Fazit und Kritiken zum Film „Oppenheimer“

Christopher Nolan liefert mit „Oppenheimer“ ein kraftvolles Biopic ab, das sich auf die komplexe Figur des J. Robert Oppenheimer konzentriert. Cillian Murphy brilliert in der Titelrolle und verleiht dem Wissenschaftler eine tiefe Intensität. Die nicht-lineare Erzählweise und Jennifer Lames Schnitttechniken halten den Zuschauer in Atem, während Ludwig Göranssons musikalische Untermalung die dichte Atmosphäre verstärkt. Die Darstellung der historischen Ereignisse, insbesondere die Entwicklung der Atombombe, bleibt präzise und eindrucksvoll. Robert Downey Jr. als Lewis Strauss und Matt Damon als Leslie Groves liefern ebenfalls herausragende Leistungen, die die Dynamik und Spannung des Film erhöhen.

Die filmische Umsetzung der moralischen und ethischen Konflikte, mit denen Oppenheimer konfrontiert ist, ist fesselnd und regt zum Nachdenken an. Trotz der intensiven Fokus auf Oppenheimers Perspektive gelingt es Nolan, ein Ensemble beeindruckender Charaktere zu präsentieren. Besonders hervorzuheben sind David Krumholtz als Isidor Isaac Rabi und Tom Conti als Albert Einstein, die wichtige Kontrapunkte in der Handlung setzen. „Oppenheimer“ überzeugt nicht nur durch seine historische Genauigkeit, sondern auch durch die tiefgründige Erforschung der menschlichen Psyche und die ethischen Dilemmas der Wissenschaft​.

Letzte Aktualisierung am 14.07.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API