Der Kaiser

Der Kaiser„, ein Film von Tim Trageser, erzählt die Geschichte von Franz Beckenbauer. Der Film beginnt in den ruhigen Straßen von München-Giesing, wo Beckenbauers Karriere ihren Anfang nahm. In diesen bescheidenen Anfängen zeigt der Film, wie ein junger, talentierter Bub Fußballgeschichte schreibt. Seine ersten Schritte beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft werden dargestellt, begleitet von der Atmosphäre der 1960er Jahre. Der Zuschauer wird in eine Zeit zurückversetzt, in der Fußball eine andere Bedeutung hatte.

Der Kaiser
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • KLAUS STEINBACHER, TERESA RIZOS, FERDINAND HOFER (Schauspieler)
  • Tim Trageser (Regisseur) - STEPHAN BECHTLE (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Der Film schreitet voran, indem er Beckenbauers Entwicklung zum Weltklasse-Spieler und später zum Trainer beleuchtet. Seine Erfolge, Herausforderungen und die Beziehungen zu Schlüsselfiguren wie Sepp Maier und Gerd Müller werden hervorgehoben. Der Film stellt auch Beckenbauers komplexe Persönlichkeit dar – seine Stärken, Schwächen und die Momente, in denen er sich gegen Autoritäten auflehnte. So entsteht ein vielschichtiges Bild dieser Fußballikone.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der Kaiser„, ein Film aus dem Jahr 2022, begeistert mit einer Laufzeit von 103 Minuten. Die Dokumentation erhielt die FSK-Altersfreigabe 12 und bewegt sich im Genre Sport. Regisseur Tim Trageser gelang es, eine fesselnde Erzählung zu schaffen. Martin Rauhaus steuerte das Drehbuch bei. Für die Produktion zeichneten Stephan Bechtle und Caroline Fischer verantwortlich. Eckhard Jansen sorgte für die beeindruckende Kameraarbeit, während Marco Pav D’Auria den Schnitt meisterte.

In den Hauptrollen brillieren Klaus Steinbacher als Franz Beckenbauer und Ferdinand Hofer als Sepp Maier. Teresa Rizos verkörpert Brigitte Schiller, und Stefan Murr nimmt die Rolle von Robert Schwan ein. Oliver Konietzny spielt Paul Breitner, Bettina Mittendorfer ist als Antonie Beckenbauer zu sehen. Heinz-Josef Braun übernahm die Rolle des Vaters von Beckenbauer.

Handlung und Story vom Film „Der Kaiser“

„Der Kaiser“ zeichnet das Leben von Franz Beckenbauer nach. Klaus Steinbacher verkörpert Beckenbauer in seiner Reise vom begabten Nachwuchsspieler zum gefeierten Trainer. Der Film startet in den 1960er Jahren, einer Zeit, in der Fußball noch eine andere Welt war. Franz Beckenbauer, ein Junge aus München-Giesing, offenbart sein außergewöhnliches Talent. 1959 beginnt er seine Karriere beim FC Bayern München. Vier Jahre später schafft er den Sprung in die Nationalmannschaft. Diese frühen Jahre sind geprägt von Unbeschwertheit und purer Liebe zum Fußball.

Beckenbauer, dargestellt als ein Mann mit Ecken und Kanten, zeigt sich nicht nur als talentierter Spieler. Er ist auch für seine Direktheit und Emotionalität bekannt. Besonders in Beziehungen und im Umgang mit Autoritäten lässt er sich nicht verbiegen. Höhepunkt seiner Spielerkarriere ist der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Doch Beckenbauer bleibt hungrig nach mehr. Er bricht auf zu neuen Ufern und wagt den Schritt in die USA. Dieser Abschnitt seines Lebens wird im Film als Wendepunkt dargestellt. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland wird er mit einem veränderten Fußball und einer veränderten Gesellschaft konfrontiert.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn im Jahr 1983 bleibt Beckenbauer dem Fußball treu. Er wechselt in die Trainerrolle und zeigt sich als Meister der Medien und Menschenführung. Seine Fähigkeit, sowohl Spieler als auch Presse zu handhaben, wird im Film eindrucksvoll dargestellt. Besonders bemerkenswert ist seine Art, Spieler zu motivieren und zu inspirieren. Sein berühmter Ausspruch von 1990, „Jetzt geht’s raus und spielt’s Fußball“, wird als Schlüsselmoment präsentiert.

Fazit und Kritiken zum Film „Der Kaiser“

Tim Tragesers Film „Der Kaiser“ zeichnet ein Bild von Franz Beckenbauer, das eher eindimensional erscheint. Der Film behandelt Beckenbauers Aufstieg im Fußball, vermeidet jedoch eine tiefere Auseinandersetzung mit kontroversen Themen. Trotz seiner Rolle in Skandalen um die WM 2006 und anderen dunklen Kapiteln wird dies im Film kaum berührt. Stattdessen konzentriert sich der Film auf Beckenbauers sportliche Erfolge und private Affären. Dies hinterlässt den Eindruck einer verpassten Gelegenheit, einen komplexeren Blick auf die Figur Beckenbauer zu werfen. Der Fokus liegt auf seinem WM-Sieg als Teamchef 1990. Alles, was danach kam, wird ausgespart. So wirkt der Film mehr wie eine Hagiographie statt einer kritischen Würdigung.

Das Format des Films – eine Mischung aus Dokudrama und Kostümfilm – trägt nicht zur Authentizität bei. Perücken und angeklebte Glatzen wirken teilweise absurd und nehmen dem Film seine Glaubwürdigkeit. Beckenbauer, dargestellt als Erzähler, durchbricht oft die vierte Wand, was eher willkürlich und improvisiert wirkt. Dies zusammen mit der uninspirierten Abfolge von Anekdoten und einem hölzernen Cast führt dazu, dass der Film eher wie ein missglücktes Projekt anmutet. „Der Kaiser“ hätte ein spannender Beitrag zur deutschen Film- und Fußballkultur sein können. Stattdessen bleibt er hinter den Erwartungen zurück. Mehr Fußball im deutschen Kino wäre wünschenswert, doch „Der Kaiser“ ist leider kein Vorreiter in dieser Hinsicht.

Letzte Aktualisierung am 22.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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