Max Schmeling

Max Schmeling„, ein Film von Uwe Boll, wirft ein Licht auf das Leben des berühmten Boxers, gespielt von Henry Maske. Der Streifen beginnt mit Schmelings ungewöhnlichem Sieg 1930, der seine Karriere prägte. Trotz des Erfolgs kämpft Schmeling mit der Anerkennung seines Triumphs. Unterstützt von seinem Manager und Trainer, stellt er sich der Herausforderung, seinen Ruf zu festigen. Die Geschichte entfaltet sich vor dem Hintergrund seiner sportlichen Erfolge und persönlichen Prüfungen.

Max Schmeling
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Christian Kahrmann, Arved Birnbaum, Vladimir Weigl (Schauspieler)
  • Uwe Boll (Regisseur) - Timo Berndt (Autor) - Wolfgang Herold (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Die Begegnung mit Joe Lewis, einem herausragenden Gegner, markiert einen Wendepunkt in Schmelings Laufbahn. Ihr Kampf und die darauffolgende Auseinandersetzung mit den politischen Machthabern Deutschlands bieten einen tiefen Einblick in Schmelings Charakter. Er zeigt sich als ein Mann der Ehre, der sich nicht scheut, für seine Überzeugungen einzustehen. Diese Haltung bringt ihm nicht nur im Ring, sondern auch im Leben Konflikte.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

2010 führte Uwe Boll Regie bei der Filmbiografie „Max Schmeling„, die das Leben des gleichnamigen deutschen Boxweltmeisters thematisiert. In dieser Rolle glänzt Henry Maske, ein ehemaliger Boxweltmeister, der Schmeling auf beeindruckende Weise verkörpert. Das Drehbuch, an dem Boll zusammen mit Timo Berndt arbeitete, bietet einen tiefen Einblick in Schmelings Karriere und Privatleben. Mit Susanne Wuest als Anny Ondra und Heino Ferch als Max Machon in wichtigen Nebenrollen, ergibt sich ein facettenreiches Bild der damaligen Zeit. Jessica de Rooij bereicherte den Film mit ihrer Musikkomposition, während Mathias Neumann für die Kameraführung und Charles Ladmiral für den Schnitt verantwortlich waren.

Neben diesen Hauptakteuren trugen auch Boxprofis wie Yoan Pablo Hernández, der Joe Louis spielt, und ein Auftritt von Henry Maskes ehemaligem Trainer Manfred Wolke zur Authentizität der Boxszenen bei. Uwe Boll, der neben seiner Rolle als Regisseur und Drehbuchautor auch als Amateur-Boxer Erfahrungen sammelte, wählte für die Darstellung von Schmelings ostpreußischem Landgut das Schloss Sommerberg in Wiesbaden-Frauenstein als Kulisse. Der Film, finanziert durch zwei Hamburger Millionäre, die anonym bleiben wollten, ehrt das Boxidol Max Schmeling und fängt gleichzeitig den Geist seiner Ära ein.

Handlung und Story vom Film „Max Schmeling“

Henry Maske spielt Max Schmeling, einen Boxer, der 1930 durch einen unehrenhaften Sieg Weltmeister wird. Der Erfolg bringt ihm nicht nur Ruhm, sondern auch Herausforderungen. Mit seinem Manager und Trainer arbeitet Schmeling hart daran, sich Anerkennung zu verdienen. Sie wollen zeigen, dass er mehr ist als nur der Gewinner durch eine Disqualifikation. Ihre Bemühungen zahlen sich aus. Schmeling wird bald international gefürchtet und respektiert. Dieser Aufstieg markiert den Beginn seiner legendären Karriere.

Schmelings Ziel ist es, gegen Joe Lewis anzutreten, den niemand zu schlagen vermag. Die Reichsführung zweifelt zunächst, doch Schmeling lässt sich nicht beirren. Durch akribische Vorbereitung und Analyse gelingt ihm ein sensationeller Sieg. Dieser Erfolg gegen einen Afroamerikaner passt perfekt in die NS-Propaganda. Trotzdem bleibt Schmeling seinem Sportlerethos treu. Er sieht sich nicht als politisches Werkzeug, sondern als fairen Sportler, der seinem Gegner eine Revanche bieten möchte.

Der Rückkampf

Trotz geringer Siegchancen besteht Schmeling auf einem Rückkampf gegen Lewis. Er will seine Überlegenheit im Ring unter Beweis stellen, nicht in politischen Diskursen. Die Entscheidung, außerhalb politischer Erwartungen zu handeln, macht ihn bei den Machthabern unbeliebt. Sie fordern, dass er als deutscher Held für das Vaterland kämpft. Schmelings Standhaftigkeit bringt ihm jedoch nicht nur Bewunderer, sondern auch Feinde ein, was schwerwiegende Konsequenzen nach sich zieht.

Im Krieg gilt Schmeling zunächst als gefallen, überlebt jedoch überraschend. Diese Wendung gibt ihm die Möglichkeit, seine Geschichte weiterzuerzählen. Er wird einem Gefangenen gegenübergestellt, dem er von seinem Leben, seinen Kämpfen und seinen Überzeugungen berichtet. Diese Begegnung unterstreicht Schmelings Menschlichkeit und Integrität. Er bleibt ein Symbol für Fairness und Mut, weit über seine Boxkarriere hinaus.

Fazit und Kritiken zum Film „Max Schmeling“

Uwe Bolls Biopic „Max Schmeling“ stolpert bereits bei der Besetzung des Titelhelden, indem Henry Maske, ein ehemaliger Boxweltmeister, die Rolle übernimmt. Maske bringt zwar eine physische Präsenz in die Boxszenen, doch außerhalb des Rings wirkt seine Darstellung oft steif und unnatürlich. Die Schwächen des Films liegen nicht nur in der unpassenden Hauptbesetzung, sondern auch in der oberflächlichen Behandlung historisch bedeutender Themen wie dem Nationalsozialismus. Zudem leidet die Erzählweise unter einem Mangel an kreativer Inszenierung abseits der Kampfszenen, was die filmische Erfahrung deutlich schmälert.

Trotz dieser Kritikpunkte bietet der Film in den Boxsequenzen authentische und packende Momente, die Boxfans zu schätzen wissen dürften. Durch die Einbindung echter Boxprofis wie Yoan Pablo Hernández gelingt es Boll, die Kämpfe realistisch und überzeugend darzustellen, ohne in die typischen Übertreibungen eines Boxerdramas zu verfallen. Doch selbst diese Stärken können nicht über die dramaturgischen und erzählerischen Schwächen hinwegtäuschen, die den Film durchziehen. „Max Schmeling“ bleibt somit hinter seinem Potenzial zurück, ein tiefgründiges und nuanciertes Portrait eines der größten deutschen Sportler zu zeichnen.

Letzte Aktualisierung am 17.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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