Nussknacker und Mausekönig

Nussknacker und Mausekönig“, ein Film von Frank Stoye, entführt uns in eine Welt voller Magie und Fantasie. Inspiriert von E.T.A. Hoffmanns gleichnamiger Erzählung, webt der Film eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte, in der Liebe und Glaube an das Übernatürliche zentrale Rollen spielen. In dieser Geschichte wird das Publikum durch eine Reise geführt, auf der ein junges Mädchen namens Marie einen Fluch bricht und ein Menschenleben rettet. Dabei wird die Handlung in der Nachkriegszeit des 19. Jahrhunderts angesiedelt, eine Zeit, die von Kontrasten zwischen Krieg und Frieden, Kampf und familiärer Harmonie geprägt ist.

Nussknacker und Mäusekönig
  • Emde, Mala, Seyd, Leonard, Horn, Guildo (Schauspieler)
  • Stoye, Frank (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Die filmische Umsetzung besticht durch ihre visuelle und ästhetische Brillanz, die durch die meisterhafte Verwendung von Licht und Schatten, opulenter Raumausstattung und stimmungsvollen Szenenbildern erreicht wird. Die Musik, die Tschaikowskis „Nussknacker“-Motiv einbindet, öffnet neue Räume und verleiht dem Film eine zusätzliche Dimension. Die Schauspieler, angeführt von der jungen und talentierten Mala Emde, bringen ihre Rollen mit einer Leidenschaft und Intensität zum Leben.

Drehorte, Regie, Schauspieler und Besetzung

Nussknacker und Mausekönig„, ein Märchenfilm aus dem Jahr 2015, entführt sein Publikum in eine magische Welt, basierend auf der Erzählung von E. T. A. Hoffmann. Mit einer Länge von 58 Minuten und einer Altersfreigabe von FSK 6, wurde der Film im Rahmen der ARD-Reihe Sechs auf einen Streich von MDR und Radio Bremen produziert. Die Dreharbeiten fanden zwischen dem 10. und 27. März 2015 in Sachsen-Anhalt und Bremen statt, und die Erstausstrahlung erfolgte am 25. Dezember 2015.

Frank Stoye führte Regie, während das Drehbuch von Thomas Brück und Tiina Takkula verfasst wurde. Die Produktion übernahmen Kirsten Lukaczik und Katharina Wagner. Vor der Kamera standen Mala Emde als Marie, Leonard Seyd als Fritz, Anatole Taubman als Onkel Anselmus Drosselmeier, Joel Basman als Mausekönig, Sven Gielnik als Nussknacker, Collien Ulmen-Fernandes als Zuckerfee und Brigitte Hobmeier als Mutter.

Die Musik, komponiert von Tobias Kuhn und Markus Perner, wurde vom MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Dominik Beykirch eingespielt und enthält Melodien aus Tschaikowskis berühmten Ballett „Der Nussknacker“. Der Film erhielt eine Nominierung für den 52. Grimme-Preis im Jahr 2016. Insgesamt bietet „Nussknacker und Mausekönig“ eine harmonische Symbiose aus visueller und musikalischer Kunst.

Zusammenfassung & Inhalt vom Film „Nussknacker und Mausekönig“

In der festlichen Weihnachtsatmosphäre bei den Stahlbaums bekommt Marie eine Zuckerpuppe und ein Kleid. Gleichzeitig erhält Fritz Soldatenfiguren und ein Schwert. Eine Maus huscht durchs Haus und stiftet Unruhe. Doch Onkel Anselmus’ Ankunft mit einem Zuckerland-Geschenk lenkt alle ab. Marie entdeckt zudem einen Nussknacker, der jedoch leider von Fritz beschädigt wird. Um ihn zu schützen, platziert Marie den Nussknacker sorgfältig in einer Vitrine. Währenddessen erzählt Onkel Anselmus von seinem vermissten Neffen Friedrich und äußert die Hoffnung, ihn bald zu finden.

Als Marie nachts durch Geräusche erwacht, erlebt sie eine magische Verwandlung. Dabei geraten der Nussknacker und König Mauserinks in einen Kampf. Marie eilt dem Nussknacker zur Hilfe und wirft Mauserinks einen Pantoffel entgegen. Daraufhin fällt sie in Ohnmacht. Am nächsten Morgen findet der Butler sie, doch niemand glaubt ihrer Geschichte. Dann erzählt Onkel Anselmus ein Märchen. Es handelt von einem Königreich, einer verfluchten Prinzessin und einem in einen Nussknacker verwandelten Jüngling.

Rettung für den Nussknacker

Marie erkennt Parallelen zwischen dem Märchen und ihren Erlebnissen. Sie versteht, dass der Nussknacker der Jüngling aus dem Märchen ist und Mauserinks der letzte Sohn der Mausekönigin. In der folgenden Nacht erscheint Mauserinks erneut und verlangt den Nussknacker. Marie verrät nicht dessen Verbleib, und Mauserinks verschwindet wieder. Am nächsten Morgen erfährt Marie, dass der Nussknacker von Onkel Anselmus repariert wird.

Marie erlebt weitere nächtliche Besuche von Mauserinks, der den Nussknacker fordert. Trotz der Bedrohung bleibt Marie standhaft. Der reparierte Nussknacker kehrt zurück, und Marie informiert Onkel Anselmus über die gefährliche Situation. In einer weiteren Auseinandersetzung zwischen Nussknacker und Mauserinks gelingt es dem Nussknacker, Mauserinks in eine Maus zu verwandeln. Marie und der Nussknacker reisen ins Zuckerland, wo sie von den lebendig gewordenen Figuren begrüßt werden.

Am Ende findet der Butler diesmal Fritz im Wohnzimmer. Marie ist wieder gesund, und Onkel Anselmus bringt seinen Neffen Friedrich mit, der der erlöste Nussknacker ist. Marie und Friedrich zeigen Anzeichen von Zuneigung, und die Möglichkeit bleibt offen, dass Friedrich für immer bleibt. Der Film, unter der Regie von Frank Stoye, verwebt Realität und Fantasie, um eine magische Geschichte von Verwandlung, Mut und Liebe zu erzählen.

Fazit & Kritiken zum Film „Nussknacker und Mausekönig“

Nussknacker und Mausekönig“, inspiriert von E.T.A. Hoffmanns mysteriöser Erzählung, entführt uns in eine perfekte Weihnachtswelt. Der Film, inszeniert von Frank Stoye, erzählt die Geschichte eines heranwachsenden Mädchens, Marie, das durch Liebe und Fantasie einen Fluch bricht und ein Leben rettet. Der Mausekönig, eine bedrohliche Figur, strebt danach, nicht nur den Nussknacker zu vernichten, sondern auch Marie zu beherrschen. Der Film, Teil der ARD-Reihe „Sechs auf einen Streich“, vermittelt das Gefühl alter Weihnachtsgeschichten und lässt die Protagonistin in Momenten wie Alice im Wunderland oder Dorothy im „Zauberer von Oz“ fühlen.

Frank Stoye setzt filmische Mittel gekonnt ein und schafft so eine beeindruckende Atmosphäre. Dabei sticht besonders die Bildgestaltung von Bernd Fischer hervor. Ebenso tragen Veronika Große und Detlef Provvedi mit ihrem stimmungsvollen Szenenbild bei. Visuelle Effekte und Animationen integrieren sich nahtlos in die Handlung. Zudem überzeugt die opulente, doch elegante Raumausstattung. Sie wirkt nie überladen. Die Musik, vor allem im Schlussteil, harmoniert perfekt mit der visuellen Umsetzung. Tschaikowskis „Nussknacker“-Motiv hebt sich dabei besonders ab. Mala Emde und die anderen Darsteller verleihen dem Film Seele. Sie präsentieren ihre Rollen mit Spielfreude und ikonografischer Intensität.

Während große Produktionen oft durch technische Effekte und dramatische Überwältigung die Fantasie verdrängen, schafft dieser deutsche Fernsehfilm eine Ausnahme. Durch szenische Reduktion und erzählerische Nähe ermöglicht er eine direkte Begegnung mit der Fantasie. Der Zuschauer wird nicht nur in eine phantasievolle Geschichte entführt, sondern erlebt auch, wie seine Fantasie währenddessen angeregt wird. Mala Emde, die Hauptdarstellerin, bringt mit ihrem verträumten Blick und ihrer zurückhaltenden Intensität den Zuschauer in vielfältige Stimmungslagen. Ihre Performance, kombiniert mit der erzählerischen und visuellen Brillanz des Films, verwandelt „Nussknacker und Mausekönig“ in ein weihnachtliches TV-Juwel und eine der besten ARD-Märchenverfilmungen.

Letzte Aktualisierung am 10.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API