Taxi Driver

In „Taxi Driver“ folgen wir dem Leben von Travis Bickle, einem ehemaligen Marine, der als Taxifahrer in den nächtlichen Straßen von New York unterwegs ist. Porträtiert von Robert De Niro, leidet Travis unter Schlafstörungen und sucht in den langen Nachtfahrten eine Form der Erleichterung. Er wird zum stillen Beobachter der Metropole, deren Schattenseiten er mit zunehmender Besessenheit wahrnimmt. Die Begegnungen mit seinen Fahrgästen offenbaren nicht nur die Vielschichtigkeit der städtischen Gesellschaft, sondern auch Travis‘ wachsende Entfremdung von ihr.

Taxi Driver
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Cybill Shepherd, Harvey Keitel, Peter Boyle (Schauspieler)
  • Martin Scorsese (Regisseur) - Julia Phillips (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren

Seine Versuche, Verbindung zu anderen aufzubauen, scheitern wiederholt, besonders in der Beziehung zu Betsy, einer jungen Wahlkampfhelferin, und Iris, einer jugendlichen Prostituierten. Diese Beziehungen vertiefen Travis‘ Überzeugung, dass die Stadt einer Reinigung bedarf. Martin Scorseses Regie und Paul Schraders Drehbuch schaffen ein intensives Portrait eines Mannes am Rande des Zusammenbruchs. „Taxi Driver“ entwickelt sich so zu einer komplexen Studie über Isolation, moralischen Verfall und die Suche nach Erlösung in einer Welt, die scheinbar keine bietet. Der Film lädt das Publikum ein, die dunklen Gassen von New York durch Travis‘ Augen zu sehen, und hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck der Ambivalenz zwischen Richtig und Falsch.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Im Jahr 1976 veränderte „Taxi Driver“ die Filmwelt nachhaltig. Unter der Regie von Martin Scorsese, nach einem Drehbuch von Paul Schrader, entfaltet sich ein intensives Drama. Robert De Niro verkörpert den Taxifahrer Travis Bickle, dessen nächtliche Fahrten durch ein dreckiges New York ihn in den Wahnsinn treiben. Jodie Foster, damals erst 13 Jahre alt, brilliert als junge Prostituierte Iris. Ihre Leistung katapultiert sie in den Hollywood-Olymp. Harvey Keitel, Cybill Shepherd und weitere gestalten das düstere Bild der Großstadt mit. Die Musik von Bernard Herrmann, bekannt für seine Arbeit mit Alfred Hitchcock, setzt einen unvergesslichen Schlusspunkt unter seine Karriere. Michael Chapman fängt mit seiner Kameraarbeit das brodelnde New York ein.

Der Film erntete nicht nur bei Kritikern, sondern auch auf internationalen Filmfestivals Anerkennung. So gewann Scorsese die Goldene Palme in Cannes. Auch Robert De Niro und die Filmmusik Bernard Herrmanns wurden vielfach geehrt. Jodie Foster erhielt den New Generation Award sowie einen BAFTA für die beste Nebendarstellerin. Ihre Darstellung und die Musik trugen maßgeblich zum Erfolg bei. „Taxi Driver“ steht heute als Meilenstein des amerikanischen Kinos. Er zeichnet ein düsteres Bild der städtischen Isolation, das bis heute nachhallt. Die Drehorte in New York, die Außenaufnahmen und das East Village verleihen dem Film Authentizität.

Handlung und Story vom Film „Taxi Driver“

Travis Bickle, ein von Schlaflosigkeit geplagter Ex-Marine, findet sich in den nächtlichen Schatten New Yorks der 1970er Jahre wieder. Als Taxifahrer durchstreift er die Stadt, konfrontiert mit deren Abschaum und Verfall. Sein Leben ändert sich, als er Betsy trifft, eine engagierte Wahlkampfhelferin. Travis, angezogen von ihrer Schönheit und Reinheit, versucht, ihr näher zu kommen, scheitert jedoch kläglich, als ein Kinobesuch katastrophal endet. Sein Versuch, Betsys Herz zu gewinnen, stößt auf Ablehnung und Missverständnisse, was seine Isolation und Frustration nur verstärkt.

Parallel begegnet Travis der jungen Prostituierten Iris. Ihre tragische Situation weckt in ihm den Drang, zu retten und zu beschützen. Getrieben von einem verzweifelten Bedürfnis nach Sinn und Gerechtigkeit, kauft Travis Waffen. Er bereitet sich physisch und mental auf eine finale Konfrontation vor. Sein Ziel: Iris aus den Klauen ihres Zuhälters zu befreien und seinen eigenen Krieg gegen die Verderbtheit der Stadt zu führen. Diese Entschlossenheit führt ihn auf einen dunklen Pfad, der unweigerlich in Gewalt mündet.

Held der Medien

Das Blutbad, das Travis im Stundenhotel anrichtet, ist sowohl Befreiungsakt für Iris als auch Katharsis für ihn selbst. Er tötet mehrere Männer, darunter Iris‘ Zuhälter, und überlebt schwer verletzt. In den Medien wird Travis als Held gefeiert, der eine Jugendliche vor der Prostitution rettete. Diese öffentliche Anerkennung steht in krassem Gegensatz zu seinem vorherigen Leben der Einsamkeit und Verzweiflung. Doch die Gewalt, die er ausübte, und die Wunden, die er davontrug, hinterlassen unauslöschliche Spuren in seinem Wesen.

Schließlich kehrt Travis zu seinem Leben als Taxifahrer zurück, scheinbar unberührt von den vorherigen Ereignissen. Ein zufälliges Wiedersehen mit Betsy lässt die Vergangenheit kurz aufleben, doch ihr Gespräch endet ohne Vorwürfe oder Reue. Travis fährt davon, hinterlässt aber den Eindruck, dass unter der Oberfläche weiterhin Unruhe herrscht. Der letzte Blick in den Rückspiegel lässt die Zuschauer über die wahren Kosten seiner Taten und die Möglichkeit einer erneuten Eskalation nachdenken.

Fazit und Kritiken zum Film „Taxi Driver“

Martin Scorseses „Taxi Driver“ zeichnet das düstere Porträt von Travis Bickle, verkörpert durch Robert De Niro, dessen Nächte als Taxifahrer in New York ihn in die finstersten Ecken der städtischen Dekadenz führen. Der Film stellt eindrucksvoll dar, wie Travis‘ Begegnungen mit Prostitution, Drogen und Verbrechen sein Weltbild prägen und zu einer verzweifelten Suche nach Sühne treiben. Besonders herausfordernd war die Darstellung der Kinderprostituierten Iris durch Jodie Foster, die trotz ihres jungen Alters eine reife Leistung zeigt. Die filmischen Herausforderungen, wie die Darstellung von Gewalt und die technischen Schwierigkeiten bei den Dreharbeiten, unterstreichen die Komplexität der Produktion. Scorsese gelingt es, eine intensive Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer in die isolierte und paranoide Welt von Travis eintauchen lässt.

Die Ambivalenz von Travis‘ Charakter, der zwischen Hass und einem verzerrten Heldenideal schwankt, offenbart tiefgreifende soziale und psychologische Themen. Seine Interaktionen, besonders mit Iris und Betsy, zeigen seine Unfähigkeit, echte menschliche Verbindungen zu knüpfen, und spiegeln seine innere Zerrissenheit wider. Der Film hinterfragt kritisch die Grenzen zwischen Gut und Böse, während Travis sich selbst zum Rächer gegen den städtischen Verfall aufschwingt. „Taxi Driver“ bleibt nicht nur wegen seiner kontroversen Themen und der meisterhaften Inszenierung unvergesslich, sondern auch durch seine provokative Auseinandersetzung mit der Einsamkeit und Entfremdung in der modernen Gesellschaft. Trotz der Jahre hat der Film nichts von seiner Brisanz verloren und regt weiterhin zu Diskussionen über Gewalt, Moral und die Suche nach Erlösung an.

Letzte Aktualisierung am 18.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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