Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

In „Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ wird ein kritischer Blick auf die politische Landschaft Amerikas und den Einfluss der Medien auf die öffentliche Meinung geworfen. Regisseur Barry Levinson entfaltet eine Geschichte, in der ein Präsident kurz vor der Wiederwahl steht und plötzlich von einem Skandal um sexuelle Übergriffe eingeholt wird. Um das drohende Desaster abzuwenden, greift sein Beratungsteam zu drastischen Maßnahmen: der Inszenierung eines Krieges, der in Wirklichkeit nie stattfindet. Dieses kühne Vorgehen bildet den Kern des Films und zeigt, wie weit politische Strategen bereit sind zu gehen.

Wag the Dog
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Dustin Hoffman, Robert De Niro, Anne Heche (Schauspieler)
  • Barry Levinson (Regisseur) - Hilary Henkin (Autor) - Jane Rosenthal (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Der Film verfolgt die Umsetzung dieses gewagten Plans durch Conrad Brean, einen meisterhaften Manipulator, und Stanley Motss, einen ambitionierten Hollywood-Produzenten. Gemeinsam kreieren sie eine Illusion, die die Amerikaner von den wahren Problemen ablenken soll. Durch die Erfindung eines Krieges in Albanien setzen sie eine komplexe Maschinerie in Gang, die zeigt, wie Medien genutzt werden können, um die Wahrheit zu verdrehen. Ihre Aktionen werfen Fragen auf über Ethik und die Verantwortung derer, die Macht über Informationen haben.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ erschien 1998 und wurde von Barry Levinson inszeniert. Die Satire basiert auf Larry Beinharts Roman „American Hero“. Im Zentrum steht eine fiktive politische Krise, inszeniert, um von einem Skandal abzulenken. Dustin Hoffman und Robert De Niro glänzen in den Hauptrollen. Anne Heche, Denis Leary, Willie Nelson und Kirsten Dunst unterstützen sie kraftvoll. Für die Musik sorgten Tom Bähler und Mark Knopfler, hinter der Kamera stand Robert Richardson. Der Schnitt lag in den Händen von Stu Linder.

Der Film erntete viel Anerkennung und wurde mit zahlreichen Nominierungen geehrt. Dustin Hoffman und das Drehbuchteam erhielten 1998 Oscar-Nominierungen. Ebenfalls für den Golden Globe standen der Film, Hoffman und die Drehbuchautoren auf der Liste. Barry Levinson bekam den Silbernen Bären in Berlin. Hoffman und Anne Heche waren für den Golden Satellite Award nominiert. Das BAFTA-Team würdigte 1999 ebenfalls die Drehbuchautoren.

Handlung und Story vom Film „Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“

In „Wag the Dog“ entfaltet sich eine politische Satire, die kurz vor der Wahl spielt. Der US-Präsident gerät in einen Skandal, weil er unangemessene Avancen an ein minderjähriges Mädchen im Oval Office gemacht hat. Um vom Skandal abzulenken, engagiert die Präsidentenberaterin Winifred Ames den Spin-Doktor Conrad Brean. Dieser beschließt, einen fiktiven Krieg in Albanien zu inszenieren. Hollywood-Produzent Stanley Motss wird herangezogen, um dem Krieg Glaubwürdigkeit zu verleihen. Mit gefälschten Nachrichten und einer rührenden Geschichte über ein fliehendes Waisenkind gelingt es ihnen, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erfolgreich umzulenken.

Als die CIA von der Täuschung erfährt, versucht sie, das Vorhaben zu stören, doch Brean überzeugt sie vom Gegenteil. Die Situation kompliziert sich, als das Ende des fiktiven Krieges verkündet wird, und der Fokus droht, zurück zum Skandal zu schwenken. Brean und Motss erfinden daraufhin die Figur eines amerikanischen Helden in Albanien, um das Interesse der Medien erneut zu kapern. Sie kreieren eine POW-Geschichte um einen fiktiven Soldaten, Sergeant Schumann, und lösen mit einem Lied eine patriotische Bewegung aus, die das Land erfasst.

Die Manipulation

Die Situation verschärft sich dramatisch, als sie den instabilen Sträfling Schumann einbeziehen, der dann bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt. Motss und Brean ergreifen jedoch rasch die Chance, Schumann posthum als Kriegshelden zu zelebrieren und veranstalten eine prachtvolle militärische Beerdigung. Diese Handlungen verdichten die Täuschung und verstärken zugleich die Stellung des Präsidenten merklich. Geschickt meistert das Team die aufkommenden Herausforderungen und beweist dabei immer wieder seine Geschicklichkeit in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung.

Der Konflikt erreicht seinen Höhepunkt, als Motss, unzufrieden mit der mangelnden Anerkennung seiner Arbeit, droht, die Wahrheit zu enthüllen. Brean sieht sich gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um die Operation zu schützen, was zu Motss‘ tragischem Ende führt. Der Präsident wird erfolgreich wiedergewählt, während die Lügen, die seinen Sieg sicherten, unentdeckt bleiben. „Wag the Dog“ hinterlässt einen nachdenklichen Eindruck über die Macht der Medien, politische Narrative zu formen, und die Fragilität der Wahrheit in der modernen Politik.

Fazit und Kritiken zum Film „Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“

Barry Levinsons „Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ aus dem Jahr 1997 nimmt das amerikanische politische System mit einer düsteren Komik unter die Lupe. Der Film stellt dar, wie ein Präsident, beschuldigt sexueller Übergriffe, durch Medienmanipulation und das Inszenieren eines fiktiven Krieges gerettet werden soll. Conrad Brean und Hollywood-Produzent Stanley Motss orchestrieren ein Medienspektakel, das von erfundenen Kriegshelden bis zu manipulierten Nachrichten reicht. Ihre Bemühungen, den Skandal zu übertünchen, offenbaren scharfsinnig, wie Medien die Wirklichkeit formen können. Die Charaktere agieren in einer Welt, in der Schein über Sein herrscht, was Levinson mit geschicktem Einsatz von Satire und Ironie hervorhebt.

Der Film brilliert durch das Zusammenspiel seiner Hauptdarsteller und die Art, wie er die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lässt. De Niro und Hoffman liefern als Duo eine Performance, die das Publikum fesselt, unterstützt von Anne Heche in der Rolle der beratenden Strategin. „Wag the Dog“ ist nicht nur eine Unterhaltung, sondern auch eine kritische Reflexion über die Macht der Medien und deren Einfluss auf die politische Landschaft. Levinsons Werk ist eine Karikatur, die zeigt, wie politische Narrative konstruiert werden, um die öffentliche Meinung zu steuern. Diese Darstellung veranschaulicht, wie realitätsfern und manipulativ politische Kampagnen werden können, wenn der Erfolg um jeden Preis gesichert werden muss.

Letzte Aktualisierung am 18.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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