Tenet

In „Tenet„, einem Werk von Christopher Nolan, wird die Idee der Zeitinversion als zentrales Element einer spannungsgeladenen Spionagegeschichte eingeführt. Nolan, der für seine innovative Herangehensweise an das Filmemachen bekannt ist, konstruiert ein narratives Universum, in dem Objekte und Personen sich rückwärts durch die Zeit bewegen können. Der Protagonist, gespielt von John David Washington, erhält die Aufgabe, die Welt vor einer katastrophalen Bedrohung zu schützen. Seine Reise führt ihn durch verschiedene Länder und Zeitebenen, während er versucht, die Pläne des Antagonisten Andrei Sator zu durchkreuzen.

Tenet [dt./OV]
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • John David Washington, Robert Pattinson, Elizabeth Debicki (Schauspieler)
  • Christopher Nolan (Regisseur) - Christopher Nolan (Autor) - Emma Thomas (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Die Herausforderung, die Zukunft zu retten, indem man in die Vergangenheit eingreift, verleiht „Tenet“ eine einzigartige Spannung und Dynamik. Nolans Meisterschaft zeigt sich in der sorgfältigen Inszenierung von Szenen, die sowohl vorwärts als auch rückwärts ablaufen, und fordert das Publikum heraus, die erzählerischen Puzzleteile zusammenzusetzen. Durch die Verbindung von hochkarätigen Schauspielleistungen, innovativer Kameraarbeit und einem fesselnden Soundtrack schafft Nolan ein Kinoerlebnis, das sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. „Tenet“ steht damit exemplarisch für Nolans Fähigkeit, das Medium Film zu erweitern und die Zuschauer auf eine unvergessliche Reise durch die Zeit zu führen.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Im Jahr 2020 veröffentlichte Christopher Nolan den Science-Fiction-Film „Tenet„. Er führte Regie und schrieb auch das Drehbuch. Die Produktion übernahmen Nolan und Emma Thomas. Ludwig Göransson komponierte die Musik. Hoyte van Hoytema war für die Kameraarbeit zuständig, und Jennifer Lame führte den Schnitt. Der Film dauert 150 Minuten und ist für Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben. John David Washington spielt die Hauptrolle als CIA-Agent, unterstützt von Robert Pattinson als Neil und Elizabeth Debicki als Kat. Kenneth Branagh, Dimple Kapadia und Aaron Taylor-Johnson spielen ebenfalls wichtige Rollen.

Die Dreharbeiten zu „Tenet“ starteten im Mai 2019 in sieben verschiedenen Ländern. Dazu zählten Großbritannien, Indien und Estland. In Estland diente die Tallinner Linnahall als Kulisse. Auch in der Hauptstadt Tallinn und in Mumbai fanden Aufnahmen statt. Nolan setzte erstmals nicht auf Hans Zimmer für die Filmmusik, sondern auf Ludwig Göransson. Dieser hatte zuvor für „Black Panther“ einen Oscar erhalten. „Tenet“ erzielte weltweit Einnahmen von rund 365,3 Millionen US-Dollar. Es gab Auszeichnungen bei den Art Directors Guild Awards und den British Academy Film Awards für visuelle Effekte und Szenenbild.

Handlung und Story vom Film „Tenet“

Beim Terroranschlag auf die Kiewer Oper greift eine verdeckte CIA-Einheit ein, um einen Informanten zu retten und ein mysteriöses Objekt zu bergen. Der Protagonist, ein CIA-Agent, erlebt eine Rettung durch einen unbekannten Schützen, dessen Kugel sich zeitlich rückwärts bewegt. Nach der Mission wird er gefangen und gefoltert, nimmt aber eine nicht tödliche Kapsel ein. Er erwacht in einer neuen Realität, eingeweiht in die Operation „Tenet“, mit der Aufgabe, einen Weltkrieg zu verhindern, der durch die Inversion von Zeit ausgelöst zu werden droht.

Um den Ursprung der invertierten Objekte zu erforschen, sucht der Protagonist in Mumbai den Waffenhändler Sanjay Singh auf. Er entdeckt, dass Sanjays Frau Priya die Fäden zieht und die Munition an den russischen Oligarchen Andrei Sator verkauft hat. Sator, der mit Menschen aus der Zukunft zusammenarbeitet, invertiert Objekte, um seine Macht zu erweitern. Der Protagonist verbündet sich mit Neil, um tiefer in das Netzwerk einzudringen, das Sator aufgebaut hat, und um seine wahren Absichten aufzudecken.

Die Zeitmaschine

In Oslo infiltrieren der Protagonist und Neil ein Lagerhaus von Sator und stoßen dabei auf ein „Drehkreuz“, eine Maschine, die die Inversion von Zeit ermöglicht. Ein Kampf mit zwei maskierten Schützen zeigt die Komplexität der Zeitinversion und ihre potenziellen Gefahren. Die Entdeckung, dass die Zeichnung, die Sator als Druckmittel gegen seine Frau Kat verwendet, bereits gesichert wurde, offenbart die Tiefe seiner Manipulation und die Notwendigkeit, seine Pläne zu durchkreuzen.

Der finale Einsatz in der Geschlossenen Stadt Stalsk-12 konfrontiert den Protagonisten und seine Verbündeten mit Sators ultimativem Plan, den Algorithmus zu aktivieren und die Zeit rückwärts laufen zu lassen. Durch einen koordinierten Angriff, der sowohl in regulärer als auch in invertierter Zeit ausgeführt wird, sichern sie den Algorithmus. Neils Opfer und die Enthüllung seiner Verbindung zum Protagonisten als Gründer von Tenet betonen die zyklische Natur ihrer Mission und das unvermeidliche Schicksal, das ihre Wege kreuzt.

Fazit und Kritiken zum Film „Tenet“

Tenet“ von Christopher Nolan präsentiert sich als ein fesselndes Labyrinth aus Zeitinversionen, das die Grenzen der Filmkunst neu definiert. Nolans Fähigkeit, komplexe Themen mit spektakulären visuellen Effekten zu verknüpfen, erreicht hier einen neuen Höhepunkt. Der Film fordert das Publikum heraus, sich auf eine Reise durch vorwärts und rückwärts fließende Zeitströme einzulassen, was zu unvergleichlichen Action-Sequenzen führt. Besonders beeindruckend sind die physischen Choreographien, die ohne den Einsatz von Computeranimationen auskommen und dennoch eine nie dagewesene Dynamik auf der Leinwand entfalten. Diese technische Meisterleistung, gepaart mit Ludwig Göranssons mitreißendem Soundtrack und Hoyte Van Hoytemas atemberaubender Kameraarbeit, hält das Publikum in Atem und zementiert Nolans Status als visionärer Filmemacher.

Während der filmischen Odyssee durch „Tenet“ überzeugen die Darstellungen von John David Washington, Robert Pattinson und Elizabeth Debicki durch ihre Vielschichtigkeit. Washington verleiht seinem namenlosen Protagonisten eine eindrucksvolle Präsenz. Der Pattinsons Charakter glänzt mit Charme und Witz. Debickis Rolle als kraftvolle Figur mit eigener Agenda bricht mit traditionellen Stereotypen und verleiht dem Film zusätzliche Schärfe. Nolan nutzt seine Figuren geschickt, um die philosophischen und wissenschaftlichen Fragen, die „Tenet“ aufwirft, zu veranschaulichen. Trotz der hohen Komplexität und gelegentlichen Unübersichtlichkeit im Handlungsverlauf bleibt der Film ein visuell überwältigendes Erlebnis. Das beweist, dass Kino immer noch die Fähigkeit besitzt, zu überraschen und zu begeistern.

Letzte Aktualisierung am 17.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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