Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ ist ein Kinderfilm aus Deutschland von Neele Vollmar. Der dritte Teil startete am 28. April 2016 in den Kinos. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen dritten Buch von Andreas Steinhöfel und wird als Fortsetzung von „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ aus den Jahren zuvor.

Rico, Oskar und der Diebstahlstein
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Anton Petzold, Juri Winkler, Karoline Herfurth (Schauspieler)
  • Neele Leana Vollmar (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Eigentlich läuft im Leben von Rico alles rund. Mittlerweile ist sogar sein bester Freund Oskar ins gleiche Haus gezogen, in Kreuzberg in die Dieffenbachstraße. Bei dem tiefbegabten Rico, ihm kullern gerne mal Bingokugeln im Kopf herum, und der hochbegabte Oskar sind das Dream-Team. Oskar trägt zur Vorsicht, außerhalb der Wohnung, immer eine Kopfbedeckung, anfänglich war es ein Helm und nun eine Mütze. Bald beginnen die großen Ferien, was viel Zeit zum Spielen bedeutet. Dazu kommt noch, dass Ricos Mutter mit „dem Bühl“ in den Urlaub fährt. Es ist Ricos Wunschpapa und heimlich nennen es Rico und Oskar „Knutschurlaub“. Alles scheint planmäßig abzulaufen.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

In dem ersten und letzten Teil der Kinderkrimitrilogie führt Neele Leana Vollmar Regie. Das Drehbuch von „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ über eine Laufzeit von 94 Minuten, schrieb der Autor Martin Gypkens. Dafür gibt es keine Altersbegrenzung. Kameramann Felix Novo de Oliveira startete mit den Dreharbeiten zu „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ am 16. Juni 2015. Sie gingen bis zum 11. August 2015 und fanden in Leipzig, an der Ostsee und Berlin statt. Für die Produktion wurden Philipp Budweg, Anna Maria Zündel, Robert Marciniak und Magdalena Prosteder ins Boot geholt. Nach dem Dreh gingen die einzelnen Szenen in den Schnitt zu Benjamin Kaubisch über.

Besetzung: Wie auch in den zwei vorigen Filmen spielen Anton Petzold und Juri Winkler die Hauptrollen des Rico Doretti und Oskar. Detlev Buck zeigt sich als Oskars Vater Lars und die Mutter von Rico wird von Karoline Herfurth gespielt. Nach dem Schnitt unterlegt Oliver Thiede den Film mit der entsprechenden Musik.

Weitere Rollenverteilung in der Besetzung: Ronald Zehrfeld (Westbühl), Fahri Yardım (Justin), Friederike Kempter (Julia), Ursela Monn (Fr. Dahling), Milan Peschel (Gustav), Henry Hübchen (Ludgar), David Kross (Rainer), Tristan Göbel (Sven), Jacob Matschenz (Tom), Katharina Schüttler (Mutter von Sven), Trystan Pütter (Vater von Sven), Charlotte Pasewald (Afra), Emma Pasewald (Mele), Genija Rykova (Irina), Rainer Reiners (Schaffner), Heiko Pinkowski (Otto) und Heike Makatsch (Kellnerin).

Handlung und Story vom Film „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“

Der unangenehme Nachbar Fitzke ist verstorben. Die meisten Erwachsenen in der Dieffenbachstraße sind erschüttert. Eigentlich stören sich Oskar und Rico nicht so sehr an der Tatsache, obwohl sie durch ihr erstes Abenteuer dem Nachbarn näherstehen. Der Verstorbene hat Rico seine Steinsammlung vermacht. Der griesgrämige Nachbar war zu Lebzeiten ein Steinsammler, nun geht die Sammlung an Rico über. Als Rico sich in der zugemüllten Altbauwohnung umschaut, findet er nicht nur einen seltenen Kalbstein und die entsprechenden Dokumente über die Herkunft, sondern auch einen Diamanten. Eines Abends hört Rico in der leerstehenden Wohnung Einbrecher.

Kurz darauf stellt er fest, dass ein wichtiger Stein gestohlen wurde. Nach einigen Nachforschungen soll der Diamant bei einem spektakulären Einbruch entwendet und selbstverständlich verscherbelt werden. Der Verkauf soll am Meer stattfinden. Sofort packen Rico und Oskar ihre Koffer. Allerdings packt die zwei Freunde eine unterschiedliche Motivation. Oskar möchte einfach nur in den Ferien von zu Hause weg. Aber Rico drängt die pflichtbewusste Einstellung zum Erbe. So geht er uneingeschränkt im Detektivspiel auf. Glücklicherweise wollen Ricos Mutter und sein Wunschpapa ohnehin in den „Knutschurlaub“ an die Ostsee.

Der große Streit

Der Vater von Oskar ist zurück, Lars sitzt meistens in Jogginghose und Feinripphemd auf der Plastikledercouch. Nebenbei treibt er seinen angeknacksten Sohn in den Wahnsinn. Für die Zuschauer wird nun klar, warum Oskar ein hoch neurotisches Kind ist, dazu plagen ihn noch Verlustängste. Selbst an der Ostsee kann Oskar nicht aus seiner Haut, besonders nach der Konfrontation mit seinem Vater greift die emotionale Hilflosigkeit. So bleibt er der Klugscheißer. Seine Pudelmütze, ehemals sein Helm, soll eigentlich eine schützende Funktion bieten. Schnell provoziert er, mit seinem Ich-bezogenen und arroganten Verhalten, den ersten großen Streit.

Rico besitzt ein gutes Herz, aber schwache Nerven. Er weiß über seine emotionale Bilanz Bescheid, aber trotzdem fühlt er sich von Oskar manipuliert. Während der letzten Abenteuer haben sich die Beiden weiterentwickelt und durch den Streit erreicht ihre Freundschaft ein neues Niveau. Es gleicht einem Aufbrechen der festgelegten Rollen. Ans Licht kommt, dass eigentlich Oskar emotional tiefbegabt ist, während Rico einen feinen Riecher für Gefühle besitzt. An der Ostsee spionieren Oskar und Rico einem jungen Gangster-Paar hinterher, bis an den FKK-Strand, nur um am Ende ohne den fehlenden Stein zurückzukehren. Nur durch Zufall trifft Rico mit der Diebin zusammen. Sie wollte eigentlich einen wertvollen Rubin stehlen, was ihr aber nicht gelungen ist. Rico einigt sich mit ihr auf die Rückgabe.

Fazit und Kritiken zum Film „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“

Den letzten Teil „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ der Kinderkrimitrilogie („Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und „Rico, Oskar und das Herzgebreche„) und inszeniert erneut Neele Leana Vollmar. Mit ihr kehren bekannte Elemente aus den letzten Verfilmungen wieder. Dazu gehört beispielsweise, die Erklärungen schwieriger Begriffe. Allerdings hat sich das Setting verändert, denn die Drehorte liegen nun nicht mehr nur in Berlin, sondern an der Ostsee. Die heitere Grundstimmung spiegelt sich in der Farbvielfalt wider. Bei ernsteren Themen bricht sich die Farbvielfalt.

Im dritten Teil verschiebt sich der Schwerpunkt des spannungsgeladenen Kinderkrimis auf zwischenmenschliche Konflikte. Was für den Ethikunterricht, Thema Freundschaft und Streitsituationen, wichtig ist. „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ gelingt es wunderbar zu erzählen, was aus Lars und Oskar wird. Ricos Welt bringt es auf den Punkt: Es gibt viel zu entdecken. Und schlussendlich zählt, was man fühlt.

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